13. Starkbierfest der Freien Wähler wieder ein Erfolg.

Zum 13. Mal luden die Freien Wähler zum Starkbierfest ein und zum 8. Mal predigte Pater Klaus, der wieder viel Beifall erhielt. Als absolute Stimmungskanone erwies sich Musiker Walter Kobel aus Erbendorf. FWG-Vorsitzender Friedrich Janner erklärte: Wer arbeitet der macht Fehler, machmal vielleicht auch etwas Blödsinn. In Mantel ist leider wenig Blödsinn passiert  und deshalb sei es schwierig gewesen für die Rede Themen zu finden für die Starkbierrede. Die Verantwortlichen in Rathaus und Marktrat könnten ruhig etwas mehr „Blödsinn“ machen und würden dann in der Fastenpredigt gewürdigt. Pater Klaus ging dann auf das gut geheizte Nebenzimmer im Gasthaus ein. „Beim Hauptmann kost as Holz wohl nix, ich schwitz ejtz scho wej a Sau,, zefix! Ach ja eine Frage, die quält schon lang mich doch: Wer fährt VW-Diesel? – Flossen hoch! Einige Gäste meldeten sich ehrlicherweise. „So, habt ihr auch beschissen? Oder habt ihr ein reines Gewissen?“ Abgehandelt wurde natürlich die FIFA und der G 7 Gipfel. Bei der Nachfolge von Horst Seehofer unterstellte der Prediger diesem einen Gedankengang: „Oder ich hol´ mir einen vom Namen her bekannten Mann aus den kalten Oberpfälzer Landen. Ötzi, so wird er dort genannt, nach ihn ist sogar eine Mumie benannt. Wenn das keine gute Voraussetzung ist und man als Horst dazu auch nicht vergisst, das bei der letzten CSU-Vorstandswahl der Ötzi mir seine Stimme gab auf jeden Fall. Ob das der Söder auch getan hat, das bezweifle ich doch glatt! Ich wiederhole der Altneihauser Feuerwehrkapell`n Gedanken: trauen kannst du niemals einem Franken!“ Nicht unerwähnt blieb das SPD-Jubiläum. „Als Stargast, den wir alle kennen, wär da Oetzinger zu nennen, der zum Erstaunen ganz verschwitzt ganz vorne in der ersten Reihe sitzt. Da Sperl Franz sagt tief betroffen, „da Oetzinger is übergloffen“ Zum geplanten „Seniorenspielplatz“ hatte Klaus noch eine Anregung: „Vielleicht könnt´ man vom Sportheim eine  Bierleitung ins Freie noch legen, vom Pater Klaus, da hättet ihr dazu gleich euren Segen. Dann wäre geholfen dem gesamten sportlichen Seniorenhaufen, die einen schießen Eisstock, die anderen turnen und die dritten saufen“. Auch die Pünktlichkeit bei den Marktratsitzungen kam zur Sprache: „Einmal im Monat meistens an Dienstagen tut wie gewohnt der Marktrat tagen und dass das auch kein Rat vergisst, wird immer schriftlich eingeladen. Damit sie die Sitzung auch pünktlich erreichen sind Ort und Uhrzeit immer die gleichen. Von dieser Regel ausgenommen, tut immer einer später kommen. So wie der Gockel jeden Morgen kräht, so kommt der Sigi immer zu spät.“ Pater Klaus wusste auch dass Mantel ein Ort der kurzen Wege ist. „Es ist wirklich wahr, man glaubt es kaum, Kinderkrippe -Schule – Altenheim – Friedhof sind auf engstem Raum. Das gibt’s in nur in Mantel auf 100 Metern im Umkreis, das ist wirklich wahr, das ist kein Sch.... !“ Die Verlegung des Festplatzes blieb nicht unerwähnt: „Die Mantler lieben´s Feiern sehr, drum muss auch ein neuer Festplatz her. Der zentrale Ort mitten drin im Ort, der ist ja nun plötzlich fort. Auch die Kirwa, welch ein Graus, muss aus unsren Markt hinaus. Denn es wird dort bald ein Haus entstehn, da kann man zum Betreuten Wohnen gehen.“ „Doch in Sachen betreutes Wohnen schwiegen die Räte wie ein Grab, jede Frage der Bevölkerung wehrten Sie ab. Wir dürfen nichts sagen das ist geheim, das muss noch unter uns bleim. Genützt hat das wenig, das ist ja klar, weil da ein Amt zum vermessen war. Schon lange vor dem Bauantrag wussten die Leute Bescheid, da nutze diesmal auch kein Verschwiegenheitseid.“ Deftige Trinksprüche wie: „Es lehret uns die Wissenschaft was gut ist Durst zu stillen, im Wein die Wahrheit, im Bier die Kraft, im Wasser die Bazillen“ – Prost, lockerten die Fastenpredigt zusätzlich auf. Nach der gut einstündigen Rede des Paters brachte Musiker Walter Kobel mit Schunkelrunden und weiteren Trinksprüchen die Stimmung zum Kochen: „Hast du eine böse Alte, stell sie an die Gletscherspalte, springt sie nicht von selbst hinein, musst du ihr behilflich sein“. Mit dem Lied: „Hallo Klaus“ begrüßte er den Pater wieder im Nebenzimmer, nachdem dieser sich umgezogen hatte.

Bericht: Eva Seifried